Michael Schiwek vom Gastgeber HTV 95/28 Recklinghausen erwartet ein spannendes Turnier. Foto: Reiner Kruse
Recklinghausen. Sie ist ein Fixpunkt in der Vorbereitung der Recklinghäuser Handballer - die Stadtmeisterschaft.
Am Samstag (14 Uhr, Overberg-Halle) ermitteln die Teams unter der Ausrichtung des HTV Recklinghausen wieder ihren Meister. Favorit ist wie so oft der Verbandsligist PSV Recklinghausen. Eine Stadtmeisterschaft wurde bereits abgeblasen. Die der A-Jugendteams. Nachdem zunächst die PSV sowie die SG Suderwich abgesagt hatten, zog sich auch Jugend-Regionalligist Und Ausrichter HSC Eintracht Recklinghausen. „So etwas macht man entweder komplett oder gar nicht“, erklärt Michael Schiwek, Spieler, Schiedsrichter, Jugendwart sowie zweiter Vorsitzender in Personalunion beim HTV.
Der Kreisläufer ist heiß auf die Stadtmeisterschaft der Senioren und sieht in ihnen deutlich mehr als nur eine weitere Auflage des ewigen Duells zwischen PSV und HSC. „Ich weiß es nicht mehr genau, aber wir waren 2000 oder 2001 Stadtmeister. Außerdem habe ich die ETG Recklinghausen jetzt schon einmal gesehen und das, was sie gezeigt haben, war ganz gut. Sie könnten auch den HSC oder uns schlagen. Favorit ist aber natürlich wieder die PSV. Thomas Brannekämper kann uns wahrscheinlich alleine abschießen. Aber es wird auch entsprechende Wachhunde geben.“
Dabei scheint sich der Reiz des Turniers nicht nur Schiwek zu erschließen. „Die Halle ist bei uns immer rappelvoll. Ob das am HTV oder der Overberg-Halle liegt, weiß ich nicht. Die Zuschauer wollen aus meiner Sicht alle Mannschaften aus Recklinghausen sehen und gucken, wer wo neu dabei ist. Für die unterklassigen Mannschaften ist es ein Anreiz zu zeigen, dass sie auch Handball spielen können.“
Gespielt wird im Modus jeder gegen jeden, die Spieldauer beträgt zweimal zwölfeinhalb Minuten. Den Anfang macht die Partie zwischen dem Gastgeber und Bezirksligisten HTV und dem Turnierfavoriten PSV. Den Abschluss der Veranstaltung bildet das vermeintliche „Finale“ zwischen den beiden Verbandsligisten HSC und PSV.
Am Sonntag folgt dann auch gleich die nächste Stadtmeisterschaft, nämlich die der Alten Herren. Ebenfalls in der Overberg-Halle wird es um 14 Uhr mit dem Kräftemessen zwischen dem HTV und dem HSC losgehen. Gegen 17.05 Uhr soll dann die letzte Begegnung des Turniers zwischen der ETG und dem HSC Eintracht erfolgen.
Stadtmeisterschaften Handball 2010
Dienstag, 31. August 2010
Stadtmeisterschaften Handball 2010 – Herren
am Samstag, den 04.09.2010
von 14:00 – 20:00 Uhr in der Overberg - Sporthalle
KÖNIG LUDWIG. Handball-Bezirksligist HTV 95/28 erwartet eine schwere Spielzeit. Darum ist das Team von Trainer Andreas Gutzeit, der mit den „Ludwigern“ nunmehr in seine zehnte Saison geht, personell entsprechend verstärkt worden.
HTV-Trainer Andreas Gutzeit (r.) präsentiert die Neuzugänge des Handball-Bezirkligisten (v.l.) Mantas Kasperavicius, Kai-Uwe Schulz und Kevin Polnik. Foto: Schumann
Das erscheint nach Ansicht der Verantwortlichen auch notwendig. Routinier Michael Schiwek wird wegen seiner oft auswärtigen Schiedsrichtereinsätze nicht uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Zudem plant Linkshänder Thomas Gutzeit seinen Rückzug. Der inzwischen 48-Jährige bleibt aber als Stand-by-Spieler im Kader. Von Westfalia Herne kehrten sowohl Kai-Uwe Schulz wie auch Mantas Kasperavicius an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Daneben schloss sich auch Matthias Cremer (zuletzt FC Erkenschwick) wieder seinem Heimatklub an. Aus der eigenen Jugend rückt Linkshänder Kevin Polnik auf. Er hinterließ bereits im Testspiel gegen den Verbandsliga-Absteiger Herne einen guten Eindruck. Außerdem hofft der HTV auf die baldige Genesung des Langzeitverletzten Daniel Brunner sowie von Slaven Lukic (Kniebeschwerden).
Die Mannschaft hat sich selbst ein hohes Ziel gesteckt: „Wir wollen oben mitspielen.“ Trainer Andreas Gutzeit gibt sich da etwas vorsichtiger: „Die Liga scheint diesmal weitaus ausgeglichener als zuletzt. Eine Prognose ist reine Spekulation. Ich finde aber, dass wir besser aufgestellt sind.“ Die Vorbereitung auf die neue Spielzeit verlief dagegen bisher wenig optimal. Zu Ferienbeginn wurde die Overberghalle zunächst durch das Kinder-Erlebnisland des Arbeitskreises Schulsport beansprucht. Danach folgte die notwendige Dachsanierung. „Wir sind froh, endlich wieder einen Ball in die Hand zu bekommen. Inzwischen kennen wir jede Treppenstufe der Halde Hoheward fast persönlich.“ HTV-Geschäftsführer Michael Schiwek sieht seinen Verein durch die Stadtverwaltung etwas stiefmütterlich behandelt und macht seine Klage an den seit langem völlig zerfetzten Tornetzen fest: „Ehe diese ersetzt werden, kaufen wir lieber selbst welche!“
In der restlichen Testspielphase trifft der HTV nochmals auf Verbandsliga-Absteiger Westfalia Herne (Samstag, 19.30 Uhr, Overberghalle) sowie die Nachbarn ETG und den HSC Eintracht. Für den 28./29. August ist ein Trainingslager geplant. Am 4. September richten die „Ludwiger“ die Stadtmeisterschaft aus, ehe eine Woche später dann die Saison gleich mit dem Lokalderby bei der Polizeisportvereinigung II (11. September, 17:30 Uhr, Halle Nord) startet.
TESTSPIEL
Dienstag, 17. August 2010
HTV bricht nach der Pause ein
Von Jürgen Schumann am 17. August 2010 10:52
RECKLINGHAUSEN. Eine Halbzeit lang hat Handball-Bezirksligist HTV 95/28 mitgehalten. Nach dem Seitenwechsel wurden die „Ludwiger“ im Testspiel jedoch vom neu formierten Verbandsligisten Westfalia Herne förmlich überrollt. Am Ende stand für das Team von Trainer Andreas Gutzeit eine 23:33 (15:14)-Niederlage zu Buche.
Helge Neumann vom HTV 95/28 bleibt in der Herner Abwehr hängen. Foto: Schumann
Linkshänder Tobias Schlechtriemen eröffnete den Torreigen. Er war neben Kai Schwitalski auffälligster Angreifer des Verbandsliga-Absteigers aus der Nachbarstadt.
Die Abwehr des HTV mit einem starken Keeper Andreas Scheib als Rückhalt steigerte sich erheblich. Angetrieben von Heimkehrer Kai-Uwe Schulz auf der Spielgestalterposition kam der Angriff ebenfalls immer besser in Schwung. Dabei empfahl sich das Eigengewächs Kevin Polnik am rechten Flügel mit einer blitzsauberen Vorstellung für weitere Einsätze.
Dem inzwischen 48-jährigen Thomas Gutzeit gelang in der 18. Minute der 10:10-Ausgleich, ehe Stefan Vogel postwendend die erste Führung der Heimsieben glückte. Fort-an legte der HTV stets vor und behielt bis zum Seitenwechsel knapp die Oberhand – 15:14.
Nach Wiederbeginn kam der so nicht erwartete Einbruch. Thomas Ostler sowie Rückkehrer Mantas Kasperavicius scheiterten von der Siebenmeter-Marke. Und auch ansonsten lief wenig zusammen. Das nutzten die Herner und setzten sich kontinuierlich ab.
Auch die Rote Karte nach grobem Foul gegen den bulligen Abräumer Sebastian Stock brachte die Nachbarstädter nicht aus dem Rhythmus. Letztlich sprang der erwartet klare Erfolg für die Westfalia heraus, die nach dem Abgang ihres Torjägers Kai Westphal sowie Regisseurs Dirk Eisberg mit vielen jungen Talenten den sofortigen Wiederaufstieg anstrebt.